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Bataillonsschnatgang  / Stadtführung

Am 1. Oktober  wurde zu einer Führung in unserer schönen Stadt aufgerufen.
Über vierzig Teilnehmer waren gekommen. Unter fachlicher Anleitung wurden etliche Punkte angelaufen und dazu viel Wissenswertes übermittelt.

Die Paulinenquelle, unsere erste Quelle auf dem Salzhof, hat die Stadt in früheren Jahrhunderten  durch die Salzsiederei reich gemacht. Der Salzhof  wiederum ist Namensgeber für die Stadt: Locum salis uf lon. Hier begann bereits im Jahre 1818 der Badebetrieb mit zunächst fünf Badewannen.
Bedeutende Häuser – Lange Straße 1 und 7 wurden im Stil der Renaissance in der Zeit des 30-jährigen Krieges um 1621 errichtet.

Das Rathaus in gleichem Stil, erbaut in den Jahren 1545 – 1547, mit einem eindrucksvollen Blend- oder Schaugiebel. Im Obergeschoss war früher der Ratssaal, der heute jedoch als Trausaal genutzt wird.
Der Marktbrunnen ist in Anlehnung an die alten Pläne von Bonifacius Stirnberg geschaffen worden.

Der Ursprung der Stadtkirche auf dem Hallenbrink  deutet auf das Jahr 1400 hin, denn die älteste eingemeißelte Zahl gibt dieses Datum frei. Allerdings brannte die Kirche 1762 ab, wurde aber bereits 1765 wieder eingeweiht.

Unweit der Kirche steht der vielen bekannte Katzenturm mit Teilen der Stadtmauer. (Entstehung 1447). Im Jahre 1488, als die Stadtmauer fast fertig war, verlieh Bernhard VII. Salzuflen die Stadtrechte. In den Stadtprivilegien waren Ämter und Gilden nach dem Vorbild anderer lippischer Städte zugesichert. Bei den Gilden war eine für den Landesherrn von ganz besonderer Bedeutung: Die Schützengilde. Zwei markante Dokumente aus der Frühzeit der Schützen: Es ist der Schützenstein von 1567, ursprünglich als Sturz im Schliepsteiner Tor verbaut, heute auf unserem Schießstand Obernberg eingemauert. Ein weiteres Relikt jener Zeit war ein Steintisch mit Inschrift. Standort war lange im Museum in der Konzerthalle. Nach dem Umzug in die Lange Straße ist dieser Tisch leider nicht wieder aufgetaucht.

Als letztes haben wir uns noch das Haus Backs, Obere Mühlenstraße angesehen. Ein bedeutender Umbau soll bereits 1632 vorgenommen worden sein. Die letzte umfassende Restaurierung fand in den Jahren 1985 – 87 statt. Es ist fürwahr ein ganz besonderes Schmuckstück unserer Stadt.

Nach soviel Zeitgeschichte war dann ein gemütlicher Abschluss in der Gaststätte „Zur Kate“ bei den Wirtsleuten Göllner angesagt. Unser Oberst Hans-Jürgen Hähne ließ es sich nicht nehmen, die Nachfahren der früheren Schützengilde mit einem guten Trunk zu bedienen.

An dieser Stelle wollen wir den beiden Damen für die Führung ein herzliches Dankeschön aussprechen.